Die Vorteile von CGM Schwarz auf Weiß

by Jens Friehmelt
(Essen)

Ich bin ein gut eingestellter Typ 1 Diabetiker (HbA1=6,2 bis 6,8). Ohne Kontinuierliches Glucose Messgerät (CGMS) habe ich 1 bis 2 Unterzuckerungen pro Tag. Mit CGMS habe ich nur noch eine pro Woche. Tendenz fallend.


Mit großer Freude habe ich die Berichte über CGM in diesem Blogg gelesen, weil sie sehr genau meinen eigenen Erfahrungen entsprechen.

Und auch ich halte CGM nach der Erfindung von Insulin und Blutzuckermessung für die größte Erfindung, um Diabetikern das Leben zu ermöglichen.

Um so mehr ist zu bedauern, dass die Krankenkassen sich nicht entschließen können, die Kosten zu tragen.

Nachdem ich nun den Freestyle Navigator und den Dexcom Seven Plus für ein paar Wochen getestet habe, werde ich mir in jedem Fall ein GGMS zulegen, auch wenn es mit erheblichen Kosten einhergeht, die meine Krankenkasse (TK) nicht übernimmt.

Die wichtigsten Gründe für das GCMS sind
• Vermeidung von Unterzuckerungen und die damit verbundenen Schmerzen
• Ausschalten von Angst und Unsicherheit wegen unerwarteten Unterzuckerungen
• Erhöhung der Leistungsfähigkeit im privaten und beruflichen Umfeld.

Den sehr guten Berichten in diesem Forum möchte ich gerne noch harte Fakten hinzufügen:

7 Tage haben wir kontinuierlich meinen Glucosewert gemessen, ohne dass ich die Werte auf einem Empfänger sehen konnte (Medtronic iPro2 Recorder). Ich hatte 7 Tage normalen Alltag.

Die Auswertung zeigt 10 Unterzuckerungen, also 1 bis 2 pro Tag. (Werte < 60 mg/dl)

Ein bis zwei Unterzuckerungen pro Tag habe ich und haben auch viele andere für normal und unausweichlich gehalten, wenn man einen gut eingestellten Diabetes hat (HbA1C = 6,x). Und wenn man gleichzeitig ein halbwegs selbstbestimmtes Leben führen will, zu dem so profane Dinge gehören wie sich mit seinen Kindern beschäftigen, hin und wieder Sport treiben und einem geregelten Beruf nachgehen, dann sind die Unterzuckerungen einfach der Preis für ein langes Leben.

Aber es geht auch anders:

Test mit dem Abbott Freetyle Navigator: In den 12 Tagen kontinuierliche Messung mit Empfangsgerät, auf dem ich die Werte und den Trend immer im Blick habe, hatte ich nur 4 Unterzuckerungen.

Test mit dem Dexcom 7 Plus: In den 20 Tagen kontinuierliche Messung mit Empfangsgerät, hatte ich nur 3 Unterzuckerungen.

Fazit: Mit CGM vermeide ich 9 von 10 Unterzuckerungen bei gleichbleibendem HbA1C.

Ich finde, dass jedem verantwortungsbewussten Diabetiker diese Erkenntnis zuteilwerden sollte.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich mein Arzt, Dr. Best in Essen danken, für sein exzellentes Diabetes Coaching.

Jens Friehmelt

PS. Dass ich mit dem Dexcom mehr Hypos vermeiden konnte, liegt wahrscheinlich eher daran, dass ich ihn als zweites getestet habe und entsprechend mehr Übung hatte. Ich kann nur empfehlen, beide zu testen, um sich für den jeweils richtigen zu entscheiden.

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Jul 07, 2014
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Dran Bleiben!!! NEW
by: Jen

Hallo Zusammen,
ich bin aus Zufall auf diese Seite gestoßen.
Seit September 2013 besitze ich den Dexcom G4 und bin einfach nur begeistert. Nachdem ich 2012 mit einer schweren Ketoazidose eine Woche auf Intensivstation lag, habe ich einen Antrag auf an meine Krankenkasse (Barmer) für den Dexcom gestellt. Ich bekam recht zügig eine Ablehnung, was normal ist. Ich habe Einspruch erhoben und bekam kurze Zeit darauf wieder eine Ablehnung warauf ich wieder Einspruch erhoben habe. Nach einem halben Jahr Kampf (ich hatte schon nicht mehr mit gerechnet) bekam ich ein schreiben, dass die Kosten bis Ende 2014 übernommen werden. Ich rate allen, dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Die Krankenkassen müssen zahlen! Es Erleichtert so vieles und mein HBA1C ist innerhalb 4 Monaten von 12.0 auf 8.0 runter gegangen. Es war für mich sehr sehr notwändig wie man am 1. Hba1c Wert ja sehen kann. Ich habe die letzten 7 Monate in Asien gelebt und bin sehr viel gereist. Auch dabei hat alles sehr gut mit dem Dexcom funktioniert und mein Hba1c verbessert sich weiternhin.
Gebt nicht auf und kämpft! Lasst euch nicht von einer Ablehnung einschüchtern! Alles Gute!

Feb 16, 2014
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cgm NEW
by: heidi

ich habe ein cgm Gerät vom Arzt angeboten bekommen um zu sehen wie mein zuckerverlauf ist,da meine Werte schlechter geworden sind,es kostet mich 130€ die Woche und die Kasse (Techniker) zahlt das nicht! es macht mich wütend ,weil es zu diagnostischen Zwecken eingesetzt wird und es dazu keine Alternative gibt.
meine erste Erfahrung ist sehr positiv,da ich mich freier ohne Angst vor hypos bewegen kann. beim Autofahren ,wenn ich alleine unterwegs bin und vor allem nachts! ich kann mal wieder durchschlafen und fühle mich viel sicherer u Lebensqualität.hypos werden bei 70 schon gemeldet und können abgefangen werden! warum wird die kostenübernahme für Typ 1 Diabetiker verweigert? ich finde das ist schon unterlassene Hilfeleistung ,wenn man bedenkt dass dieses gerät Leben retten kann !
kann man sich irgendwo angagieren,dass das cgm in den hilfsmittelkatalog aufgenommen wird???

Sep 01, 2011
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so ein schwachsinn
by: Anonymous

erstes ziel der diabetes behandlung ist es unterzucker zu vermieden.

solange der Hba1c unter 7 ist. ist dafür auch genügend spielraum.

wenn man weniger uz hat erkennt man sie auch selbst wieder besser. dann ist das gerät überflüssig.

bei hba1c-werten unter 7 steigt auch das mortalitätsrisiko.

aber klar insbesondere für die vielen stunden in der nacht kann so ein system klarheit bringen.

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