Was ist da in der Insulinpumpe?

Die Insulinpumpe ist für viele das Nonplusultra der Diabetes-Therapie, vor allem in Verbindung mit einem schnell wirkenden Insulinanalogon. Für mich auch.

Schließlich ist bei der Insulinpumpe die kontinierliche Insulinzufuhr ohne Schwankungen und Unterbrechungen gewährleistet. Anders als bei den Verzögerungsinsulinen gibt es keine Wirkungsspitzen; anders als bei den lang-wirkenden Insulinanaloga ist eine Änderung der Basalrate innerhalb weniger Stunden wirksam. Die schnell-wirkenden Insulinanaloga scheinen der ideale Partner für die Pumpentherapie zu sein und die Effektivität weiter zu erhöhen! Alles perfekt!

Alles wäre perfekt, wenn da nicht diese gelegentlichen unerklärlichen Blutzuckeranstiege wären ...

Der Katheter liegt erst knapp zwei Tage, die Einstichstelle sieht reizlos und unverdächtig aus, das Reservoir ist noch zu einem Drittel gefüllt.

Natürlich findet man immer eine Erklärung: liegt der Katheter wirklich erst einen Tag oder doch schon zwei? wahrscheinlich habe ich die Kohlenhydrate falsch eingeschätzt! vielleicht war der Spritz-Ess-Abstand doch etwas zu kurz? die Basalrate ist wahrscheinlich zu niedrig! vielleicht benötige ich einen höheren Bolus?

Kurz, man findet das, was man kennt! Aber eigentlich hat man immer den Eindruck, dass die Erklärungen nicht 100%ig überzeugend sind! Die Einschätzung der Situation wird zusätzlich um so schwieriger, je seltener man die Blutzuckerwerte kontrolliert.

Aber wenn ich nicht absolut tumb bin, kann ich die Kohlenhydrate einer Mahlzeit nicht sooo falsch einschätzen, dass meine Blutzuckerwerte derart drastisch in die Höhe schießen! Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass von jetzt auf gleich meine Basalrate absolut gar nicht mehr passt! Ein verpasster Spritz-Ess-Abstand führt nicht zu anhaltend hohen Blutzuckerwerten!

Manchmal hat man das Gefühl, dass das Insulin gar nicht mehr richtig wirkt! Es vergehen Stunden bis der Blutzucker endlich sinkt! Viele Patienten sagen, "es war, als ob ich Wasser in der Insulinpumpe gehabt hätte!" - Beim Wechsel des Reservoirs, des Katheterschlauches und der Insulinampulle war der Spuk dann nach einigen Stunden vorbei!

Gelegentlich sieht man merkwürdige Veränderungen an oder in der Wandung des Katheter-Schlauches. Das betrifft in erster Linie die abkoppelbaren Systeme, die auch länger als einen Katheterzyklus in Benutzung sind. Bei Inbetriebnahme sind diese weißlichen Niederschläge noch nicht festzustellen, erst nach zwei bis sechs Tagen.

weißliche Niederschläge im Schlauch des Pumpen-Katheters

Was sind das für Veränderungen? Ist das Insulin? Sind das Konservierungsmittel? Reagiert da irgend etwas aus der Hülle des Katheters mit dem Insulin? Beeinträchtigt das die Wirkung vom Insulin?

Hier geht es weiter: Insulinpumpe 3





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