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Lantus, Levemir und die Blutzuckerwerte nachmittags

Lantus und Levemir haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber den NPH-Insulinen. Die Wirkungszeit ist länger (etwa 20 Stunden statt 10-12 Stunden wie bei den NPH-Insulinen); die Schwankungen in der Resorption sind wesentlich geringer; im Gegensatz zu den NPH-Insulinen müssen sie nicht geschüttelt werden; es gibt weniger nächtliche Hypos.
Die NPH-Insuline hatten ein Wirkungsmaximum 4-6 Stunden nach Injektion. Aus diesem Grund mussten sie "unmittelbar vor dem Schlafengehen" gespritzt werden, um den frühmorgendlichen Blutzuckeranstieg abzufangen.
Die lang-wirkenden Insulinanaloga haben eine sehr viel flachere Wirkungskurve mit einem Maximum 10-14 Stunden nach Injektion. Deswegen ist es sinnvoll, diese Basisinsuline bereits zwischen 18 und 20 Uhr zu spritzen und den Zeitpunkt der Injektion auch nicht großartig von Tag zu Tag zu verändern!
Viele Patienten beobachten einen deutlichen Anstieg ihrer BZ-Werte am späten Nachmittag bzw. frühen Abend, je nachdem wann sie ihr Verzögerungsinsulin spritzen! Wie ist das zu erklären?
Vielfach werden Lantus/Levemir nur einmal am Tag abends injiziert! Das ist nicht bei allen Patienten ausreichend, um den basalen Insulinbedarf zu decken! Die Wirkung der lang-wirkenden Insulinanaloga erschöpft sich im Allgemeinen nach etwa 20 Stunden. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte in der zweiten Tageshälfte, die (häufig vor dem Schlafengehen!) korrigiert werden müssen. Das Aufteilen der Dosis auf zwei Injektionen, morgens und abends, trägt entscheidend mit dazu bei, die Blutzuckerwerte zu stabilisieren!.

Im folgenden Video sehen Sie die Blutzuckerverläufe bei einer Patientin, die ihr Lantus nur einmal täglich am Abend injiziert hat!
(Lautstärkeregler!)





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