Messgerät und Tagebuch zugleich mit Computerverbindung

by Frithjof Meyer
(Hamburg, Germany)

Einen Nachfolger für das OneTouch UltraSmart von Johnson & Johnson gibt es leider nicht - aber man findet es noch oft für 1 € + Versandkosten bei Ebay.

Als ich 2007 Diabetiker wurde, waren Smartphones noch nicht verbreitet und es gab nur dieses Gerät, um meine Einflüsse auf den Blutzucker, wie Mahlzeit-Kohlenhydrate, Sport & Bewegung, Insulin-Verabreichungen oder Alkohol per Knopfdruck festzuhalten. Jederzeit kann ich mir Überblick verschaffen oder nachschauen, ob ich noch etwas vergessen habe. Als ständiger kleiner Begleiter half es mir, gewissenhaft und kontinuierlich alle Einflussgrößen nicht nur einzuspeichern, sondern in Ruhe mitzudenken, das Gewesene zu verinnerlichen und meine Erfahrungen auch in Zahlen festzuhalten. Das Gerät kann die eingegebenen Daten sogar in statistischen Diagrammen auswerten und Vorschläge für notwendige Insulinmengen machen.

Verbesserungen für ein neues Gerät fallen mir zwar auch ein - z. B. ist es unnötig, die Insulinmenge in 1/10-Schritten auswählen zu müssen, während Tabletten-Wirkstoffe nur in 1/2-Schritten zwischen 1 und 5 eingegeben werden können - auch dass noch umständlich mit Teststreifen gemessen wird, hat mich veranlasst, zusätzlich ein Accu-Chek mobile mit mir zu führen.

Als mein erstes UltraSmart beim Herunterfallen kaputt ging, habe ich bei Ebay ein neues besorgt und mit feiner Polsterfolie ummantelt. Dieses leichte Gerät wird nun wohl auch Stürze aus Tischhöhe schadlos verkraften.

Die Zukunft für diese digitalen Gehilfen gehört wohl den Smartphones und deren Nachfolgern - bisher aber nur für die teuren iPhones. Ich wünsche mir ein Accu-Chek mobile in halber Größe mit automatischer Smartphone-Kommunikation (es sei denn, ein kontinuierlich messender Glukosesensor - CGM - wäre geeignet für mich und von der Krankenkasse übernommen).

Wenn die Software dann noch die Barcodes von Lebensmiitel-Verpackungen abscannen könnte und man nur noch die verspeiste Menge einzugeben hat, wenn sie dann auch noch die Einflüsse von Bewegung, Fett und Alkohol auf den eigenen Blutzuckerspiegel und meine Essgewohnheiten erlernen könnte oder sogar die Kalorien mitzählen und Warnungen oder Vorschläge ausgeben könnte - dann wäre ich glücklich. Vielleicht konnten mit dieser Entwicklung sogar Nicht-Diabetiker wieder schlank werden.

Aber solange ich mit meinen Mitteln nichts gleichwertiges und kompakteres erwerben kann, bleibe ich beim UltraSmart mit Accu-Chek mobile und hoffe auf eine verbesserte Zukunft.

Auch die Insulin-Handhabung ließe sich verbessern. Wie wäre es zum Beispiel mit der Entwicklung von halb so großen Pens und Ampullen, gleich im FRIO-Kühlbehälter (mit wasserdichtem Adressschild) mit Raum für die nächste Ampulle, digitaler Temperaturüberwachung und Alarm?

Überhaupt sind Alarme für mich alten und manchmal schon vergesslichen "Hans in allen Gassen" notwendige Begleiter geworden. Zum Glück können schon Handys alarmieren - aber alles zusammen in einem Diabetes-Helfer wäre mein Wunschtraum.

Ich fürchte nur, dass diese digitale Welt noch nicht unbedingt jedermanns Sache ist und so Manchem trotz der phantastischen Möglichkeiten zu komplex erscheint. Solch eine Lösung bräuchte sicherlich eine stufenweise schaltbare Komplexität und ein klug durchdachtes eingebautes Lernprogramm mit eingebauten Auffrischungskursen.

Das meiste daran wäre portable Software - das macht eine solche Investition auf Dauer wohl langlebiger wartbar und günstiger als Hardware.

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