Künstliches Pankreas
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Amy Tenderich, Journalistin und Typ1-Diabetikerin aus San Francisco, gründete 2003 ihr sehr erfolgreiches Blog "Diabetes Mine". Ein künstliches Pankreas war auch hier häufiger Thema. 2007 schrieb sie einen offenen Brief an Steve Jobs mit der Bitte, Apple's kreative Power für die Entwicklung von diabetikerfreundlichen Hilfsmitteln einzusetzen ( An Open Letter).

Seit 2009 wird jedes Jahr ein 'DiabetesMine Design Challenge' ausgeschrieben.

Der Gewinner 2011 war Pancreum, eine in Kalifornien ansässige Firma, gegründet von Gil de Paula, der lange Zeit als Wissenschaftler bei Minimed und Insulet Omnipod bei der Entwicklung von Glukose-Sensoren und Insulinpumpen gearbeitet hat.

Pancreum Genesis

Pancreum Genesis

Die Idee ist faszinierend simpel: das Pancreum Genesis als künstliches Pankreas besteht aus 5 Komponenten (CoreMD, PDA, AlphaWedge, BetaWedge, GlucoWedge), über die die Glukose im Unterhautfettgewebe gemessen wird (GlucoWedge), die Daten werden im 'PDA' verarbeitet und als Signale an die Insulinpumpe ('BetaWedge') oder die Glukagonpumpe ('AlphaWedge') zurück gegeben. CoreMD dient dabei als zentrales Interface.

Ich bin überzeugt, dass de Paula ein fähiger Mann ist; er hat sicher noch weitere fähige Leute um sich versammelt. Der 'Diabetes Design Award' hat ihm 7500$ eingebracht. Nicht viel, wenn man ein künstliches Pankreas entwickeln will!

Wenn man heute auf die Homepage von Pancreum geht, findet man eine Stellenausschreibung für Elektronik- und Software-Ingenieure; man könne ihnen aber kein Gehalt zahlen ... Wie kommt es, dass von den großen Firmen, die auf dem Diabetesmarkt viel Geld verdienen, keine so ambitioniert ist, ein Konzept wie das von Pancreum (oder ein ähnliches) zu entwickeln und konsequent zum Erfolg zu führen? Sind es wirklich allein die technologischen und bürokratischen Hürden?

Steve Jobs, der auf Amy Tenderichs Brief leider nie geantwortet hat, hatte seine eigenen Vermutungen, warum die innovative Kraft einstmals bahnbrechender Unternehmen verschwindet: nach einer gewissen Zeit, in der Marktanteile und Marktmacht errungen werden, wird die Position der Kaufleute, der Verkäufer der Produkte, immer stärker; ihnen traut man zu, die Erträge nach oben zu treiben. Das Produkt wird immer unwichtiger, ebenso die Ingenieure und Designer.( W.Isaacson, Steve Jobs, S.568,kindle )

Die Bedürfnisse des Kunden werden der Profitmaximierung geopfert.

Es fehlen die Verrückten. Bis dahin müssen wir auf eine künstliche Bauchspeicheldrüse warten!

Here's to the crazy ones:



vom künstlichen Pankreas zur kontinuierlichen Glukosemessung

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